Dienstag, März 10, 2009

Murphy's Gesetz

Es darf echt nicht wahr sein.

Seit einem halben Jahr warte ich darauf, dass mir eine für mich geeignete Stellenanzeige in die Finger gerät. Aber: nichts. Die ganzen sechs Monate kamen nur Anzeigen für Bauleiter, Bauzeichner, oder mit viel zu weitem Anfahrtsweg.

Bauleitung möchte ich nicht mehr machen. Das war einfach viel zu viel Stress für mich. Und ich bin ja auch noch Pfarrfrau und muss ein großes Haus versorgen. Das kann ich meinem Mann nicht antun, dass ich 9-10 Stunden am Tag arbeite und dann tot auf's Sofa falle. Mein Mann hat ja auch einen nicht gerade lauen Beruf, so dass er auch nicht viel Zeit für den Haushalt hat. Also kommt so ein Job gar nicht mehr in Frage.

Als Bauzeichner bin ich mir dann mittlerweile doch zu schade. Für die Anfangszeit war das schon in Ordnung, es war halt besser als nichts, aber jetzt habe ich ein bisschen Berufserfahrung, und so dringend muss ich dann auch nicht arbeiten gehen.

Ein weiter Anfahrtsweg lohnt sich dann auch nicht. Da gehe ich ja fast nur für den Sprit arbeiten, das muss auch nicht sein.

Also hatte ich aufgrund der Rezession die Hoffnung aufgegeben und mich nur noch auf den Haushalt konzentriert, auch wenn das nicht unbedingt die Erfüllung meiner Träume ist. Außerdem haben wir dann überlegt, dass es Zeit für Kinder ist, und ich habe die entsprechenden Maßnahmen getroffen.

Aber letzte Woche war die Anzeige von einem Architekturbüro in der Zeitung, das einen Architekten für Konstruktion und so sucht. Das Büro ist im Nachbarort, und die Jobbeschreibung hört sich gut an.

Und am letzten Samstag gab es eine Anzeige, dass ein ca. 30 Kilometer entfernter Ort jemanden für das Bauamt sucht. Da kann ich natürlich nicht widerstehen. Mein letzter Job war ein Traum, und wenn auch in der Schweiz der öffentliche Dienst mehr Stunden machen muss und die Muttschschutz-Privilegien nicht so gut sind wie in Deutschland (in der freien Wirtschaft aber auch nicht), muss ich mich einfach auf die Stelle bewerben.

Mal sehen, was das gibt. Ist ja echt verrückt, dass ausgerechnet jetzt, wo ich eigentlich andere Pläne hatte, wieder die Tür in meinen Beruf aufgeht. Was aber nicht heißt, dass wir die Sache mit den Kindern nicht weiter verfolgen. Wer weiss, ob ich überhaupt eine Chance habe, eingestellt zu werden, in meinem Alter und frisch verheiratet...

Mittwoch, Januar 28, 2009

Emma, ming Droppen.... (Teil 4)

Das Nervigste im Fernsehen ist für mich die Klingeltonwerbung. Gibt es etwas Schlimmeres, abgesehen von irgendwelchen Handy-Programmen, mit denen man seine Freunde ausspionieren oder sich röntgen kann?

Schnuffel, Ted D., Jamba-Spar-Abo, was auch immer. Die Werbung nervt, und ich finde, sie gehört verboten. Denn das muss sich ja rentieren, den Kids das Geld aus der Tasche zu ziehen, sonst könnte nicht so viel von dieser Werbung gesendet werden, und die Beiträge sind ja teilweise auch richtig lang. Dabei könnte man sich die Songs so einfach für ein paar Cent legal runterladen und dann auf's Handy überspielen, mittlerweile verfügt doch so ziemlich jedes Handy über einen PC-Zugang.

Aber stattdessen wird man als Erwachsener, der ab und an gerne MTV oder anderes Jugendformat guckt, mit dieser Werbung bombardiert. Songs im Jamba-Spar-Abo, natürlich die Originale. Und meist in kurioser Zusammenstellung, um eine möglichst breite Masse anzusprechen. Da stehen dann Boy-Bands neben Marilyn Manson und Linkin Park. Und vielleicht noch ein bisschen Ich und Ich für's Schlager-Feeling.

Noch schlimmer finde ich allerdings die Eigenbau-Songs wie Schnuffel, die billig gemacht sind und dann in den Charts stehen. So macht man aus Scheisse Geld. Und zwar noch besser als Stefan Raab.

Ich verstehe es einfach nicht, dass da so viel Geld drin steckt! Klar, es ist toll, immer neue Sachen auf dem Handy zu haben. Ich kann ja auch der Technik nicht widerstehen und brauche ab und an nicht unbedingt nützliche Dinge wie eine WII oder einen Nintendo DS. Aber alles hat seine Grenzen, und einen Röntgen-Imitator für's Handy finde ich mehr als überflüssig. Die Kids sollten ihr Geld besser in andere Dinge investieren.

Natürlich kauft man sich als Teenie keine sinnvollen Dinge, aber ich denke, dass eine Bravo doch mehr Gehalt hat als ein Liebes-Barometer für das Handy.

Montag, Januar 12, 2009

Emma, ming Droppen.... (Teil 3)

Was ist das eigentlich mit diesen Voyorismus-Show schon wieder? Überall im Fernsehen gibt's Reality-Shows und schlimmeres. Hast sich das nicht irgendwann mal ausgelutscht?

Also, Big Brother habe ich schon in der ersten Staffel nicht gesehen. Wozu soll ich mir das Leben von minderbemittelten Exibitionisten im Fernsehen ansehen? Dafür gab's damals noch den Gemeinschaftsraum in der Fachhochschule. Da gab es genauso viele tiefschürfende Gespräche und niveauloses Geplänkel, ohne dass ich irgendwelche Fernsehmogule unterstützen musste. Leider musste ich mit meinem damaligen Freund ein paar der Folgen ansehen, also weiss ich, wovon ich rede. Es war schrecklich, die reinste Folter!

Dass dann noch ein paar der ehemaligen Bewohner eine C-Promi-Karriere angefangen haben, hat mich dann umso mehr erstaunt. Einen davon, den Jürgen, kann man ja immer noch für anspruchsvolle Dorffeste und Disco-Einweihungen buchen. Was sehr für ihn spricht, denn anscheinend ist er sich für keinen Job zu schade.

Die folgenden Staffeln habe dann auch noch mitbekommen, wenn ich zufällig bei einem/einer Abhängigen zu Besuch war, der/die keine Folge verpassen wollte. Für mich waren das dann immer Stunden von chinesischer Tropfenfolter, die eine tiefe seelische Wunde bei mir hinterlassen habe. Wie kann man sich nur auf dieses Niveau hinunterbegeben? Ich hatte meine Schaufel vergessen, also lag es eventuell daran, dass ich es nicht verstehen konnte.

Die Regeln für Nominierung und Rauswahl habe ich nie verstanden. Angerufen hätte ich eh nie, aber allein die Kosten für die Anrufe hätten mich schon davon abgehalten.

Doch damit nicht genug. Jetzt gibt es einen neuen Dschungel-König, bzw. eine Königin. Wie kann man nur so tief sinken, dass man diese ekelhaften Aufgaben bewältigt, und sich hinterher noch feiern lässt? Und wieviel tiefer sind die Zuschauer gesunken, das auch noch mit anzusehen? Ich kenne die Sendung nur vom Durchzappen, aber selbst das war mir schon zuviel. Pfui Teufel, was hat der Mensch davon?

Die Dicken-Abnehm-Doku-Soap kann ich ja noch soeben verstehen. Und von DSDS seh ich mir auch immer die Castings an, aber Reality-Shows kann ich echt nichts abgewinnen. Da guck ich lieber meinen Nachbarn zu oder setze mich in ein Café und beobachte die Leute. Das ist meiner Meinung nach viel lustiger.

Samstag, Januar 10, 2009

Betrogen

Es ist wirklich kein schönes Gefühl, herauszufinden, dass man hintergangen wurde. Und dann auch noch von einer Person, von der man dachte, man könnte ihr bedingungslos vertrauen. Weil ich eigentlich mit der Person im Guten abgeschlossen habe, und auch keinen Kontakt mehr mit ihr möchte, benutze ich meinen Blog (mal wieder) als Ventil, um meinen Worten freien Lauf zu lassen. Lesen wird sie es nicht, aber ich habe den Frust von meiner Seele geschrieben.


Liebe X,

Du hast mich mehr entäuscht als je ein Mensch vor Dir.

Dass Du mich manchmal manipuliert und ein bisschen angelogen hast, das wusste ich ja. Aber ich habe nicht gewusst, dass es noch viel mehr als das ist.

Es sind in den vielen Jahren unserer Freundschaft auch viele Dinge vorgefallen. Bei einer so langen Zeit kann es ja nicht nur eitel Sonnenschein geben. Aber die Dinge, die ich in den letzten paar Jahren mit Dir erleben musste, waren alles andere als schön und eigentlich auch nicht mehr verzeihlich.

Für mich bleibt eigentlich nur die Frage nach dem Warum. Was hast Du davon, mich so niederzumachen, mich so zu verletzen?

Wenn ich jetzt im Nachhinein zurückdenke, dann fallen mir immer mehr Dinge auf, wo Du mich manipuliert hast, oder auch ausgenutzt.

Einiges kann ich verzeihen, weil es nicht so sehr wichtig war. Wie zum Beispiel, dass Du mir die Chancen auf die Beziehung mit einem Typen, den ich klasse fand, auf null beziffert hast, obwohl ich später herausgefunden habe, das der Typ sehr wohl was von mir wollte.

Aber mittlerweile hat sich so viel aufgestaut, dass ich es nicht mehr übersehen kann. Und das fängt schon vor über zehn Jahren an, als sich das Ende einer meiner vermurksten Beziehungen ankündigte. Ich habe versucht, meine Beziehung zu retten, und Du hast mir vorgeworfen, ich hätte mich Typen an den Hals geschmissen, die in 'ner Beziehung waren. Hattest Du Dir den Typen mal angesehen? Ich mag ja ab und zu an Geschmackverirrungen leiden, aber doch nicht so! Da hätte ich ja dauerbetrunken sein müssen, um mir mit dem was vorstellen zu können!

Du hattest mittlerweile Deinen zweiten Freund, mit dem Du ja auch immer noch zusammen bist. Und meine Beziehung ist damals, allen Bemühungen zum Trotz, in die Brüche gegangen. Aber ich habe den Kopf nicht hängen gelassen, neue Männer kommen immer, was sich dann auch bewahrheitete.

Dann starb ein gemeinsamer Freund. Naja, für Dich war er ein Freund, für mich ein Bekannter. Als Dein Anruf kam, warst Du völlig aufgelöst, und ich habe mich, so schnell es eben ging, auf den Weg zu Dir gemacht, um Dir beizustehen. Bei einer ähnlichen Episode früher, wo es um eine verpatzte Prüfung ging, hatte ich das nämlich nicht getan, und Du warst Dir verlassen vorgekommen. Diesen Fehler wollte ich nicht noch einmal machen, also beging ich den neuen Fehler, Dich aufzusuchen. Du warst zurückweisend und verletztend. Hast mich gefragt, was ich denn da zu suchen hätte, es wären nur die engsten Freunde des Verstorbenen da, um zu trauern. Dabei wollte ich Dich nur trösten. Doch damit nicht genug. Du hast ein wahnsinniges Theater gemacht, als ich sagte, ich wolle zu Beerdigung gehen, weil ich Abschied nehmen wollte. Immerhin hatte ich noch kurz vor seinem Tod mit dem Verstorbenen geredet und Spaß gehabt. Du hast mich als sensationslustig und als Spanner betitelt, so dass ich dann nicht zur Beerdigung erschinen.

Irgendwann hast Du dann angefangen, mich nur noch mit Deinem Job vollzutexten. Nur hast Du übersehen, dass Du Deinen Traumjob bekommen hast, während ich mich nach meinem Studium mit Fabrikarbeit über Wasser halten musste. Du hast gejammert und Dich beklagt, kein anderes Thema kam mehr über Deine Lippen. Und ich hatte irgendwann keine Lust mehr darauf. Was sollte ich denn sagen? Dass ich mir nichts bessers vorstellen konnte, als Ingenieur die unterbezalte Arbeit eines Sklaven zu machen? Dass ich mir keinen Tauch-Urlaub in Thailand leisten konnte, wie Du ihn immer mal wieder gemacht hast? Daher habe ich den Kontakt ein bisschen einschlafen lassen.

Wir hatten eine etwas problematische gemeinsame Freundin, die einen absolut indiskutablen Freund hatte. Aufgrund dieses Freundes war der Kontakt zu ihr eingeschlafen. Aber irgendwann hat sie sich dann wieder gemeldet, sowohl bei Dir als auch bei mir. Du hast Dich dann mit ihr getroffen, und gesagt, dass sie nur Kontakt sucht, um ihrem Kerl zu beweisen, dass sie nicht völlig von ihm abhängig ist. Das wollte ich natürlich nicht mit mir machen lassen, also habe ich die Sache einfach nicht weiter verfolgt.

In meiner Beziehung, die ich damals hatte, hat es schwer gekrieselt, und letzten Endes habe ich den Schlussstrich gezogen. Und weil ich dachte, Du wärst meine beste Freundin, bin ich zu Dir gekommen, um bei Dir Trost zu suchen. Ich fühlte mich wie der schlechteste Mensch der Welt, weil ich meinen Freund abgeschossen hatte, und weil er in gewisser Weise von mir abhängig war. Doch statt Trost und beruhigender Worte fand ich bei Dir Besuch und keine Zeit. Zuerst musste ich mit Deinem Besuch Zeit verbringen, bis Du dann die Gnade hattest, mit mir den Raum zum Reden zu wechseln. Aber Trost und Zuspruch habe ich nicht bekommen. Du sagtest nur, dass Du Dich schon gefragt hättest, wann mir auffallen würde, dass ich den Typen nicht richtig lieben würde. Und danach hast Du nur noch über Deine Arbeit gesprochen.

Ab dann hatten wir nur noch sporadisch Kontakt. Irgendwann kam dann ein Anruf bezüglich eines Stufen-Treffens unserer alten Abitur-Stufe. Ob ich noch Leute kennen würden, die zur Feier kommen würden. Klar, da warst Du, und noch einige andere, zu denen der Kontakt noch nicht komplett abgebrochen war.
Du sagtest, Du könntest ja bei unserer Problem-Freundin anrufen. Aber das hatte ich schon getan, allerdings nur die Mutter erreicht. Deine Reaktion war etwas merkwürdig und hat mich stutzig gemacht, denn Du wolltest Dich selbst darum kümmern. Aber ich habe mich nicht beirren lassen, und so den Kontakt zu unserer Problem-Freundin wieder hergestellt. Was ich da herausfand, hat mich mehr als nur ein bisschen verärgert:
Als sie damals nach Kontakt gesucht hatte, hatte ich Macker sie verlassen, und sie suchte wirklich wieder nach alten Freundinnen. Und Du hast ihr erzählt, ich hätte mich total aufgeregt, was ja auch stimmte, nur der Grund dafür war nicht korrekt. Du hast sie denken lassen, ich hätte mich aufgeregt, dass sie wieder Kontakt wollte, obwohl ich mich aufgeregt hatte, dass (wie Du gesagt hattest) der Kontakt nur als Unabhängigkeitsbeweis für ihren Kerl dienen sollte.
Weil sie und ich uns eigentlich immer blendend verstanden haben, haben wir uns natürlich wieder getroffen und uns gegenseitig besucht. Apropos besucht: Weisst Du, dass Du genau zweimal in meiner Wohnung warst? Zweimal in 4 Jahren!
Bei unserem Abitur-Treffen hast Du uns erstmal völlig ignoriert. Nichtmal gegrüßt hast Du uns. Ich frage mich bis heute, was das sollte. Das hat mich wirklich sehr verletzt.

Der Kontakt zu Dir schlief immer mehr ein. Wenn Du Dich mal gemeldet hast, dann war die Rede immer nur von Deiner Arbeit. Ich konnte mich über meine Arbeit nicht beklagen. Also was sollte ich mit Dir reden? Persönliches habe ich Dir nicht mehr anvertraut.

Tja, und dann kam meine Hochzeit. Ich hatte wirklich lange überlegt, ob ich Dich überhaupt einladen sollte. Letzten Endes habe ich Dich um der alten Zeiten willen, und weil mein Vater ab und an mal Holz bei Deinem Freund sägen lassen will, eingeladen. Das hätte ich wirklich besser sein lassen.
Du hast schon in der Kirche über mich hergezogen (es gab tatsächlich Leute da, die mich kennen und Dich gehört haben), es gibt Bilder von Dir, auf denen Du Dich bezeichnenderweise wegdrehst. Die halbe Zeit hast Du geheult, hast gesagt, Du wärst auf einer Beerdigung gewesen. Das habe ich dann noch so halb nachvollziehen können.
Als ich die Mutter meiner besten Freundin (nein, das bist Du schon lange nicht mehr gewesen, seit der Episode, als ich Trost nach der Trennung von meinem Freund suchte nicht mehr) zu Kaffee einlud, aber Deine Mutter vergessen habe (ich hatte wirklich anderes zu tun, als mir über solche Sachen den Kopf zu zerbrechen), hast Du fast die Feier gecancelt. Im Nachhinein wünsche ich mir echt, Du wärst nicht wiedergekommen.
Du warst verletzt, als Du nicht mit aus das Braut-Freundinnen-Foto durftest. Aber Du hast Dich nie gefragt, warum. Ich wollte Dich einfach nicht dabeihaben. Ich wollte Dich auch beim Junggesellinnenabschied nicht dabeihaben. Weil Du nicht mehr zu meinen Freundinnen zählst. Und das ist mir jetzt, nachdem ich noch so einiges anderes erfahren habe, noch klarer geworden.

Hast Du eigentlich geglaubt, dass die Leute nicht untereinander reden? Dem Freund meiner besten Freundin hast Du verlogene Sachen über mich erzählt, dass ich mich an die Kerle anderer Frauen rangemacht hätte, und noch einiges mehr. Du kanntest den Menschen, bei dem Du Dich da auf meiner Hochzeit ausgelassen hattest, bis dahin nicht, hattest ihn noch nie vorher gesehen. Glücklicherweise hat der Mann, obwohl ich ihn nicht unbedingt mag, genug Verstand in seinem Kopf, um Dein Gerede nicht ernst zu nehmen. Er hat hinterher nur gesagt, dass Du ein offensichtliches und schwerwiegendes Problem hast.

Weil ich das Land nicht einfach so im Streit mit Dir verlassen wollte, habe ich dann nochmal den Kontakt zu Dir gesucht. Wir haben uns ein bisschen ausgesprochen, Du sagtest, Du hättest mich vermisst, dass die anderen Freundschaften alle nicht so seien, wie die zu mir. Aber dann hast Du über meine beste Freundin gesagt, ich solle besser bei ihr vorsichtig sein, die hätte ein schlimmes Problem und sei ein Borderline-Typ. Das konnte ich nun wirklich nicht glauben. Ich kenne Leute mit Borderline, und die sind nun wirklich völlig anders.
Meine beste Freundin erzählte mir dann noch einiges, was Du so über mich erzählt hast. Nämlich, dass ich immer nur mit einer von Euch befreundet sein könnte, dass ich ein schweres emotionales Problem hätte.
Vor ein paar Jahren wäre es Dir sicher gelungen, uns beide zu manipulieren. Aber mittlerweile ist das Vertraues zu groß, als dass Du da noch was ausrichten könntest.

Den Kontakt zu Dir werde ich nicht mehr suchen. Ich hoffe, dass Du die Sache einfach auf sich beruhen lässt.

Jetzt bleibt wirklich nur die Frage nach dem Warum. Was habe ich Dir getan, dass Du solche Sachen über mich erzählst? Ich kann wirklich froh sein, dass keiner in meinem Bekanntenkreis auch nur von Dir gehört hat. Aber warum erzählst Du solche Sachen? Bist Du wirklich so gestört? Oder bist Du einfach nur eifersüchtig? Hattest Du im Ernst geglaubt, dass ich Dich nach all den Zurückweisungen noch zur Trauzeugin mache? Bist Du eifersüchtig darauf, dass ich geheiratet habe? Bist Du eifersüchtig darauf, dass ich Dir nichts gesagt habe?

Ich weiss nicht, was hinter Deinen Aktionen steckt. Und meine Fragen werden wohl für immer unbeantwortet bleiben.

Ich wünsche Dir ein gutes Leben,
L.

Sonntag, Juni 01, 2008

Tantchens Geburtstag

Meine letzte Großtante ist am Samstag einhundert (in Ziffern: 100) Jahre altgeworden. Natürlich ein riesiges Ereignis, zu dem die ganze Verwandtschaft geladen war.
Das Tantchen ist die letzte noch lebende Schwester meiner Oma väterlicherseits, was ich wirklich betonen muss, da meine Verwandtschaft mütterlicherseits nicht so unbedingt brauchbar oder erwähnenswert ist.
Tantchens Geburtstage waren immer schon lustig. Früher, als sie noch alleine auf dem Dorf gewohnt hat (also bis vor ca. vier Jahren), gab es in ihrem Häuschen immer groß Party. Da kamen dann die Söhne mit Familien (mittlerweile inklusive Ur-Enkel), Nichten und Neffen, deren Kinder und Enkel, und die alten Cousinen. Und zusätzlich dann auch noch Nachbarn und Freunde. Die meisten Leute wurden im Wohnzimmer untergebracht, der Rest musste dann in der Küche sitzen.
Der Kuchen wurde immer mitgebracht. Pro Familie ein Kuchen, wobei sich dann immer gegenseitig übertroffen wurde. Aber selbst der Verlierer-Kuchen war noch absolut köstlich.
Die Ankunft war schon fast rituell. Der Kuchen wurde in die Küche gebracht, dann wurde gratuliert. Danach wurde jeder bereits Anwesende mit Handschlag begrüßt. Nichts mit Bussi-Bussi, wie das schon mal auf solchen Verwandtschafts-Treffen ist (bei Mutterns Cousinen ist das immer angesagt). Entweder ein kräftiger Händedruck, oder ein kräftiger, von Herzen kommender Knuddel (den gab's auf jeden Fall immer von Tantchens Schwiegertochter). Dann wurde ein freier Platz gesucht, und eventuell noch ein Kuchenteller besorgt.
Wurde das Kaffeetrinken eröffnet, dann ging's richtig zur Sache. Natürlich wurde auch hier, wie auf so vielen Feiern, aufgepasst, wie oft von wem der Kuchen angesteuert wurde. Wenn auffiel, dass weniger als drei Stück Kuchen vertilgt worden waren, wurde man zu mindestens noch einem kleinen Stück Torte genötigt. Alles andere wäre beleidigend gewesen oder wurde mit der Frage "Bist du auf Diät?" kommentiert.
Nach diesem Schmaus konnte man sich entweder den Spaziergängern anschließen, oder sich im Wohnzimmer lustige alte Anekdötchen aus der Verwandtschaft anhören.
Obwohl bei Tantchens Geburtstagen immer gutes Wetter war, gab es jedes Mal Gewitter, vor denen die Spaziergänger dann flüchten mussten. Ich kann michan diverse schwere Schauer erinnern, während deren wir uns irgendwo unter dichte Bäume oder Vieh-Unterstände geflüchtet hatten...
Die Anekdoten waren immer sehr unterhaltsam. Eine von Cousinen erzählte von Ihrem Vater, der ein echtes Original gewesen war, oder von diversen anderen lustigen Gestalten in der Verwandtschaft, denn davon gab es genug. Oder die alten Damen machten sich gegenseitig übereinander lustig. Ein typischer Dialog (nicht vergessen, die Damen waren so um die achtzig!) war so etwas wie:"Aua, jetzt hab ich mir mein Knie am Tischbein gestoßen!" - "Warum machst du denn so was? Das tut doch weh!"
Drumherum rannten kreischende Kinder, wurde gespült, gelacht und Unsinn gemacht. Ruhig ging es nie zu. Wozu auch? Tantchen und alle anderen hat es nicht gestört, und es war eine Familienfeier, keine Beerdigung.
Wenn dann die Spaziergänger wieder eingetrudelt waren, gab es noch Abendessen. Nicht, dass irgendjemand noch Hunger gehabt oder gar der Magen geknurrt hätte. Es gab Würstchen mit Kartoffelsalat, ob man wollte, oder nicht. Und das Essen ablehnen ging nicht. Es musste noch irgendwie hineingestopft werden, möglichst noch mit Nachschlag, um nicht schief angesehen zu werden.
Seit Tantchen im Heim wohnt (sie wollte nicht mehr alleine wohnen, weil sie doch ein wenig gebrechlich geworden ist und nicht mehr alleine aufstehen konnte, wenn sie mal hingefallen war. Das war vor vier Jahren, oder so), wird der Geburtstag in einem Saal im Heim gefeiert, und es gibt - zum Glück - kein Abendessen mehr.
Der Hunderste war natürlich auch ein Jahrhundertereignis. Und das arme Tantchen war nachmittags vor dem Kaffe schon völlig erschöpft. Eigentlich ist sie noch total fit im Kopf, aber ihr Namensgedächtnis lässt sie oft im Stich. Weil an ihrem Geburtstag schon morgens früh offizielle Termine waren, und nachmittags dann die Verwandtschaft einfiel, war sie etwas überfordert. Erkannt hat sie bei der Begrüßung kaum jemanden. Ich bin es ja gewöhnt, dass sie meinen Namen nicht kennt, aber dafür weiß sie alles andere über mich. Ebenso natürlich über alle anderen Familienmitglieder. Aber andem Tag war sie so fertig, dass nichts mehr da war.
Mein Liebster wurde (wie das in unserer Familie so üblich ist) herzlich aufgenommen. "Das ist also dein Zukünftiger. Guten Tag, ich bin die/der ...Schön, dass du da bist." Und damit war die Sache gegessen. Kein neugieriges Beschnuppern (zumal ein paar Verwandte ihn auch schon kannten), keine peinlichen Fragen. Nur zu unserem geplanten Umzug in die Schweiz wurden wir befragt. Und das nur, weil eine von Tantchens Enkelinnen auch in der Schweiz wohnt.
Bevor zur Erstürmung des Kuchenbuffets geblasen wurde, wollte Tantchens Sohn noch eine Rede halten. Seine Frau wollte meiner Mutter ins Ohr flüstern, was aber misslang, da sie wohl aufgrund der Schwerhörigkeit ihres Mannes das Verhältnis von Lautstärken nicht mehr ganz einschätzen kann. Also sagte sie für jeden (wahrscheinlich außer ihrem Mann) hörbar: "Der hatte zehn Seiten geschrieben. Da habe ich ihm gesagt, er soll das kürzen. Wen interessiert das alles denn?" Keiner hat gelacht, weil die Rede schon in Gange war, aber alle haben sich grinsend angesehen. Und so schlimm war es auch gar nicht, weil eigentlich nur Tantchens 100 Jahre in knapp 10 Minuten gefasst waren.
Dann gab es den Kuchen. Wie üblich kamen viele mit zwei Stücken auf dem Teller zum Platz zurück, damit sie nicht so oft laufen mussten. Ich glaube, es hat niemand weniger als 3 Stücke Kuchen gegessen.
Danach lief alles seinen gewohnten Gang. Einige machten sich auf den Weg nach draußen, andere blieben und redeten.
Weil aber der hundertste Geburtstag etwas besonderes ist, kam der örtliche Posaunenchor mit dem örtlichen Chor, um ein Ständchen zu bringen. Das Gespiele und Gesinge war erträglich, und zwischendurch erklärte die Leiterin, was sie bewogen hatte, diese Lieder auszusuchen. Bis irgendwann Tantchen sagte: "Ich habe eigentlich nichts verstanden." Alles lachte, bis auf die Leiterin, der das sichtlich unangenehm war. Aber irgendwann waren die Leute auch wieder weg.
Meine Schwester und meine Mutter hatten versprochen, ein bisschen Musik zumachen. Glücklicherweise hatten sie sich entschieden, erst nach dem Chorauftritt zu spielen. Alle waren total begeistert, und auf Tantchen hat die Musik eine tiefere Wirkung gehabt: als kurze Zeit später zum Aufbruch geblasen wurde, hat sie alle wieder erkannt. Mein Bruder durfte sich sogar noch einen Rüffel abholen, weil er so lange nicht mehr da gewesen war.
Und wie immer war es ein Abschied von der Verwandtschaft bis zum nächsten Jahr auf Tantchens Geburtstag. Etwas anderes kann ich mir gar nicht vorstellen.

Dienstag, Februar 12, 2008

Der Antrag

Die Frau an sich macht sich ja schon Gedanken, wie sie gerne einen Heiratsantrag bekommen möchte. In Liebesfilmen sieht frau ja auch immer die wunderbar romantischen Vorbilder: Ein Spaziergang am Strand, Kniefall im rosaroten Licht des Sonnenuntergangs unter Palmen. Oder ein exklusives Dinner mit einem Ring im Sektglas. Oder 1000 rote Rosen und ein hübscher kleiner Diamantring. Die Vorbilder sind unerschöpflich.

Ist eine Frau aber so über-romantisch wie ich, dann wird das ein Problem. Ein Spaziergang am Strand ist ja schön, aber bei einem Kniefall würde ich wohl eher vermuten, mein Liebster wäre in eine Muschel getreten und ihm würde der Fuß weh tun. Bei dem Ring im Sektglas müsste ich wohl eine Woche lang unerfreuliche Untersuchungen des Stuhlgangs vornehmen, um den Ring wiederzufinden, und 1000 Rosen halte ich für reine Geldverschwendung.

Mein Liebster hatte es wohl nicht leicht mit mir. Der erste Versuch (so habe ich im Nachhinein erfahren) war beim Strandspaziergang im Urlaub. Nein, kein Sonnenuntergang und keine Palmen. An der Nordsee wachsen nicht so furchtbar viele tropische Pflanzen, und weil es im Januar eher stürmisch und kalt ist, waren wir bei Sonnenuntergang auch lieber zu Hause. Der Versuch fand an einer Schafstränke statt, wo mein Liebster versuchte, seinen Antrag mit netten Bibelworten einzuleiten. Da ich manchmal so richtig einfühlsam und sensibel sein kann, machte ich ihm klar, dass Bibelzitate und Vorträge darüber im Urlaub nichts zu suchen haben. Im Nachhinein tut mir das natürlich wahnsinnig Leid und so, ich habe auch viel Spott ertragen müssen ob meiner absolut romantischen Ader, dass ich nichts gemerkt habe.

Zu Versuch Nummer zwei ist es dann nicht mehr so richtig gekommen. Er hatte sich (mal wieder) aufgrund mangelnder Eigenerfahrung im Internet schlaugemacht. Dort war er auf die Information gestoßen, dass sich ein Essen hervorragend für einen Heiratsantrag eignet. Die Suppe habe ich ihm auch versalzen, indem ich ihn zum Chinesen einlud, und er mich nicht nobel ausführen konnte, weil er mal wieder kein Geld hatte.

Und irgendwann stellte er die eingepackte Ringschachtel bei mir auf den Tisch, weil er Angst hatte,das Geschenkpapier könnte sich vollends auflösen.

Letzten Endes war der Antrag genauso romantisch wie ich: Ich habe ihn gefragt, ob er am nächsten Tag lügen wolle (er hatte ein Vorstellungsgespräch und mich als seine Verlobte ausgegeben). Das wollte er natürlich nicht, und ich habe vorgeschlagen, dass er ja dann mal die Ringe auspacken könnte. Somit hatte sich das Thema erledigt, und ich glaube, er war doch recht erleichtert, dass er es hinter sich hatte. Ein romantischer Antrag? Tja, ist vielleicht bei mir nicht ganz so einfach, da mein Sinn für Romantik nicht gerade gut ausgebildet ist.

Vielleicht wird ja die Hochzeit besser ... ;-)

Samstag, September 08, 2007

Emma, ming Droppen.... (Teil 2)

Aggro Berlin. Muss ich da eigentlich noch mehr sagen? Das erklärt sich doch eigentlich schon von selbst. Aber so ein bisschen muss ich mich dann doch darüber auslassen...


Wenn ich das Genöhle schon höre: "... aus'm Ghetto ... im Ghetto ... von der Straße ... auf der Straße ... " dann krieg ich Plack!


Aber ich will das Ganze mal sachlich angehen. Hier erstmal die Definition:


"Getto [italienisch] das, Ghetto, behördlich erzwungenes und räumlich beschränktes jüdisches Wohnviertel, zuerst (1531) für Venedig belegt. [...]
Im übertragenen Sinn werden als Gettos heute städtische Bezirke bezeichnet, in denen eine rassische, soziale oder religiöse Minderheit (zum Teil aufgezwungen) lebt. [...]" (Quelle: Meyers Lexikon online)


Und jetzt ganz langsam zum Mitschreiben:
"Behördlich erzwungen". Ich kann mir kaum vorstellen, dass irgendjemand in diesem Land, das ich für ziemlich demokratisch und frei halte, dazu gezwungen wird, in einem bestimmten Bereich zu wohnen. Die meisten Leute können sich aussuchen, wo sie wohnen. Zwar hängt der Wohnort auch immer vom nötigen Kleingeld ab, aber im gesteckten Rahmen kann sich jeder seine Wohnhöhle selbst wählen. Dass ich mit meinen beschränkten finanziellen Möglichkeiten keine Villa im Reichenviertel von München leisten kann, ist doch klar. Aber zumindest kann ich mir eine kleine Wohnung suchen, die ich bezahlen kann. Wenn jetzt die Eltern von diversen Kindern nicht in der Lage sind, eine Arbeit zu haben oder zu halten, dann springt doch der Staat ein. Das soziale Netz hier ist so weich, dass jeder durchkommen kann, der es auch will. Und dass sich jemand ohne Arbeit weniger leisten kann als jemand, der arbeiten geht halte ich nicht für falsch. Also kann und will ich nicht glauben, dass das Wohnen in einem bestimmten Viertel hier behördlich erzwungen ist.
"Räumlich beschränkt". Dass eine Plattenbausiedlung o.ä. räumlich beschränkt ist, ist doch aus architektonischer Sicht alles andere als schlecht. Aber mal im Ernst: die Leute sind doch in ihren Vierteln nicht eingesperrt. Und es zwingt sie auch keiner, da zu bleiben. Wenn sie da rauswollen, sollen sie doch. Keiner wird sie daran hindern.
"Jüdisches Wohnviertel". Jetzt wird es absurd. Ich glaube, die Aggros haben da was völlig missverstanden. Die wohnen doch nicht mit Juden zusammen. Die meisten sind, wenn's hochkommt, Muslime. Und der Rest ist wahrscheinlich überhaupt nicht religiös. Selbst wenn man das ganze nur im übertragenen Sinne betrachtet, dann gilt das ganze hierzulande auch nur für die soziale Minderheit. Denn ich weiss aus eigener Erfahrung, dass sich gewisse Volksgruppen sehr gerne von selbst abschotten. Und dann ist das Ghetto selbstgewählt und nur das Gegenteil von Integrieren in die Gesellschaft.


Und was hat das mit dem Leben auf der Straße auf sich? Es gibt genügend Einrichtungen in diesem Land, die Kinder auffangen, die zu Hause unglücklich sind. Und am Geld kann's auch nicht liegen, denn jeder in diesem Land bekommt Sozialleistungen. Die ich übrigens mitbezahle. Aber das ist ein anderes Thema.


Also: Ghetto schön und gut. Aber Was regen die sich denn so auf? Die sind doch selbst Schuld, wenn sie da wohnen. Und selbst wenn's die Schuld der Eltern ist, dann habe ich für die Kins kein Verständnis, denn jeder ist seines Glückes Schmied. In der Schule kann ich mich so profilieren, dass ich entweder ein Studium anschließen kann, oder ich finde aufgrund meiner guten Leistungen eine gute Lehrstelle. Nichts tun und jammern kann jeder.
Ich hätte mich vor vier Jahren auch verkriechen können, Hartz IV kassieren und heulen, dass mich keiner will. Aber ich habe einen Job als Zeitarbeiterin in der Industrie angenommen, für den ich mit meinem abgeschlossenen Studium alles andere als unterqualifiziert war, habe in stinkenden Hallen Löcher aus C-Säulen-Verkleidungen für Autos ausgeschitten, bis ich Blasen an den Händen hatte, und habe gekämpft, die Stückzahlen zu schaffen. Für einen Hungerlohn, für den viele von diesen Aggro-Jammerlappen wahrscheinlich nichtmal morgens ihre Augen aufmachen würden. Aber ich habe meinen Sklaven-Job so gut gemacht, dass sich die Firmen hinterher um mich gekloppt haben. Nicht etwa, weil ich studiert hatte, das hat da keinen interessiert. Sondern weil ich zuverlässig war, schnell und sorgfältig gearbeitet habe, und mich nicht andauernd beklagt habe.
Was jemand aus seinem Leben macht, ist jedem selbst überlassen. Aber für Leute, die auf ihrem Arsch sitzen und sich beklagen, dass sie aus dem Ghetto nicht rauskommen, habe ich keinerlei Verständnis.


Meine Laune wird auch nicht besser, wenn diese harten Jungs Titel über kleine Mädchen machen, die mit vierzehn ungewollt schwanger werden und auf den Strich gehen müssen, um sich das Leben mit dem Kind finanzieren zu können. Gegen ungewollte Schwangerschaften gibt es mittlerweile schon derart viele Mittel, dass ich den Überblick verloren habe, und die Pille wird für Jugendliche sogar von der Krankenkasse bezahlt (so war's bei mir zumindst). Und wenn's das nicht tut, dann kosten Kondome auch nicht die Welt. Am allerbesten ist natürlich Enthaltsamkeit, aber da will ich mich völlig raushalten, weil ich dazu kein Urteil abgeben kann... Und wie ich schon sagte, das soziale Netz in diesem Land ist so weich, dass dieses unschuldig schwangere Mädchen sicherlich genug Geld bekommt, um sich und ihr Baby durchzufüttern.


All diese deutschen Möchtegern-Gangster-Weicheier. Am liebsten würde ich die alle mal nach Amerika schicken, damit sie sehen, wie es sich als O.G. lebt. Am besten noch in einem richtigen amerikanischen Gefängnis. Nicht so ein Hotel, wie es in Deutschland üblich ist, sondern ein richtiges Gefängnis. Da würde ich mal Phoenix vorschlagen. Die Häftlinge tragen pinkfarbene Unterwäsche und bekommen soviel Nahrung, dass sie nicht hungern müssen. Und das war's. Das ist mal so richtiges Gangster-Leben.
Da können die sich auch gleich mal ansehen, was richtige Ghettos sind. Wenn sie's überleben können sie danach ja noch darüber Lieder schreiben. Falls sie mal so richtige Armut sehen wollen, würde ich Slums in Afrika, Asien oder Süd-Amerika empfehlen. Als näheres Ziel geht sicherlich auch Russland. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass denen dann das Pipi in die Augen steigt, weil sie nicht gewusst haben, dass noch größere Armut als die ihre möglich ist. Und das nervige Genöhle wird ihnen im Halse stecken bleiben. Wieder ein Grund für einen dicken Hals weniger...